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2017

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  • April

Zu kurz gegriffen

Die Forderung kommunaler Spitzenverbände und des VDV nach Änderung des Personenbeförderungsgesetzes greifen zu kurz. Die Beschäftigten bleiben auf der Strecke.

Wir begrüßen ausdrücklich das Engagement der kommunalen Spitzenverbände zur Anpassung der Rahmenbedingungen im ÖPNV Deutschlands sowie den Vorschlag des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) Sozialstandards vorzugeben.

Die NahVG fordert darüber hinaus:

  • zum Schutz der Beschäftigten muss der Grundsatz gelten, dass ein Betreiberwechsel einem Betriebsübergang (Mindeststandard nach § 613a BGB) gleichzusetzen ist
  • eine Übernahmeverpflichtung der bisherigen Beschäftigten
  • die bisher geltenden Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen müssen weiter Anwendung finden (Wettbewerb nicht auf dem Rücken der Beschäftigten
  • wo es keine Tarifverträge gibt, müssen Mindeststandards der Tariftreuegesetze eingehalten werden
  • Nahverkehrspläne und Vorab-Bekanntmachungen der Aufgabenträger müssen Grundlage der Genehmigung durch die zuständigen Behörden werden.

Das Selbstbestimmungsrecht der Kommunen darf nicht auf dem Altar des Gewinnstrebens der Unternehmen geopfert werden.

Grundsatz muss sein: Wettbewerb darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden.

Arbeitstreffen in Remscheid

Am 08. Und 09.02.2017 fand in Remscheid ein Arbeitstreffen zwischen Vertretern der Betriebsräte der SBI Ingolstadt und der SR Remscheid statt. Themen waren am ersten Tag die Einführung und Umsetzung von Flexplänen, differenzierte auf unterschiedliche Bedürfnisse der Beschäftigten abgestimmte Dienstumlaufpläne und vieles mehr.

Ferner konnte eine sehr interessante und informative Diskussion mit dem stellv. Oberbürgermeister der Stadt Remscheid David Schichel (GRÜNE) statt. Hier wurden u.a. die Herausforderung eines Bürgerorientierten ÖPNV der Zukunft in Städten mit 100 – 300 tsd Bürgern vor dem Hintergrund von steigenden Mobilitätserwartungen und dringend nötigen Umweltschutzverbesserungen diskutiert.

Bei einer Besichtigung des Rathausturms hob der stellvertretende OB die Schönheit der Stadt und ihrer exponierten geographischen Lage hervor. Am Abend fand ein Treffen mit dem Vorsitzenden des Verkehrsbetriebes Dietmar Bieneck, dessen Stellvertreter Frank Watermann und Vertretern der NahVG OG Remscheid statt. Besonderer Gast des Abends war der Vorsitzende der Region West der NahVG Heiko Göbel. Zentrales Thema war die notwendige Weiterentwicklung der Tarifverträge für die Beschäftigten im ÖPNV in Deutschland.

Der zweite Tag begann mit einem Treffen mit dem Vorsitzenden des BR der EWR GmbH (Energie und Wasser für Remscheid) Helmut Börsch, dem Versorgungsbetrieb im Stadtwerkekonzern Remscheid. Hier wurden die Vorteile und Notwendigkeiten einer engen Zusammenarbeit der Interessensvertreter der Beschäftigten in den Betrieben der Kommunalwirtschaft hervorgehoben. Zum Abschluss des Arbeitstreffens informierten sich die Kollegen aus Ingolstadt in der Werkstatt des Remscheider Verkehrsbetriebes.

Wir hoffen, dass es für alle Beteiligten eine gute und inspirierende Erfahrung war und die Idee der gut vernetzten Kolleginnen und Kollegen in der einzigen Fachgewerkschaft weiter Früchte trägt.

Priwall-Fähren: Viele Austritte bei Verdi

Qualität einer Fachgewerkschaft setzt sich durch

Nach dem erfolgreichen Abschluss und der kompetenten und engagierten Gewerkschaftsarbeit in der Ortsgruppe Lübeck setzt sich die Zuwanderung zur NahVG auch in anderen Bereichen des Konzerns fort.

Die Kolleginnen und Kollegen wissen, die qualifizierte Betreuung in einer Fachgewerkschaft zu schätzen.

Priwall-Fähren: Viele Austritte bei Verdi

Nach LN-Informationen haben 20 bis 30 Mitarbeiter die Gewerkschaft Verdi verlassen und sind zur neuen Fachgewerkschaft NahVG gewechselt. Der Grund: Die Leute auf den Fähren sollen künftig weniger Geld verdienen. Unter anderem fällt eine spezielle Zulage weg, weil Schichten anders verteilt werden...

Neujahrsempfang

Quelle: Heiko Goebel

Beim Neujahrsempfang der SPD-Landtagsfraktion hatte Landesverkehrsminister Michael Groschek Heiko Goebel angesprochen, den Regionsvorsitzenden West und Vorsitzenden der OG Düsseldorf sowie Spitzenkandidat der Arbeitnehmerliste bei der Aufsichtsratswahl der Rheinbahn. Er wolle ihn mal treffen. Heute um 15 Uhr fand der Termin im Ministerium statt. Heiko war zusammen mit Heinz Breuer und mit Netziati Emin da. Heinz Breuer ist Mitglied im Regionsvorstand West der NahVG und OG-Vorsitzender bei der KVB in Köln. Netziati Emin ist Spitzenkandidat der NahVG-Gewerkschaftsvertreter-Liste bei den Aufsichtsratswahlen der Rheinbahn.
Hauptthemen waren:

  • 1. Die ungerechte und ungleiche Bezahlung im ÖPNV. Wir machten klar, dass z.B. drei unterschiedliche Lohngruppen im Fahrdienst und dazu noch Tochterfirmen der Rheinbahn und Privatfirmen, die alle noch schlechter bezahlen, gar nicht gehen. Die wichtige und verantwortungsvolle Arbeit der Beschäftigten im ÖPNV wird zu schlecht bezahlt. Daran ist die Politik nicht unschuldig, denn sie hat durch den von ihr erzeugten Wettbewerb über die Lohnkosten zum jetzigen, nicht akzeptablen Zustand beigetragen. Minister Groschek sagte, dass die SPD eingesehen habe, dass auch von ihr Fehler gemacht wurden. Die Landesregierung arbeitet u.a. mit Initiativen im Bundesrat mit daran, dass Lohndumping bekämpft wird. Dies vertritt auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz.
  • 2. Goebel, Breuer und Emin stellten Minister Groschek das Programm der Nahverkehrsgewerkschaft vor. Er zeigte sich sehr interessiert und äußerte Verständnis für die Anliegen unserer Gewerkschaft. Er unterstützt ausdrücklich die Forderung nach gerechten Löhnen.

Super-Wahlergebnis bei Aufsichtsratswahl

Mit einem Super-Ergebnis für EINHEIT DER RHEINBAHN und NAHVERKEHRSGEWERKSCHAFT ist die Aufsichtsratswahl 2017 ausgegangen.

Die Liste "EINHEIT DER RHEINBAHN" erhielt 398 Stimmen (22,9 % aller Stimmen) und 1 Aufsichtsratssitz für Mitarbeiter-Vertreter: Heiko S. Goebel!
Sieger aller 4 konkurrierenden Listen waren wir in 2 der insgesamt 8 Wahllokale!

Die NAHVERKEHRSGEWERKSCHAFT erhielt 771 Stimmen (48,1 % aller Stimmen) und 1 Aufsichtsratssitz für Gewerkschafter: Netziati Emin!
Sieger der beiden konkurrierenden Listen waren wir in 4 der insgesamt 8 Wahllokale, darunter dem mit Abstand größten: Lierenfeld!

Dieses überragende und für uns in dieser Höhe sensationelle Ergebnis ist uns Ansporn, uns zukünftig noch mehr für Euch einzusetzen !!!

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